Lebenshof Mühlenbach

Schmusi hatte das Glück, zu Günter Garbers auf den Lebenshof am Mühlenbach zu kommen und nicht zum Schlachter, zu dem er nach einem Zwischenfall mit seinem ehemaligen Besitzer sollte. Günter Garbers hat mit seinen über 60 Jahren ein bewegtes Leben hinter sich.

Ursprünglich ist er studierter Garten- und Landschaftsarchitekt, doch aus Liebe zur Natur und im Rahmen der Aussteiger-Bewegung 1975 wurde er Wanderschäfer und zog mit seiner Herde von 1000 Tieren durch die Lüneburger Heide. Damals lebte er noch von der Fleisch-Vermarktung seiner Schafe und reiste als Schafscherer durch Großbritannien.

Vor 20 Jahren entschied er sich aus Liebe zu den Tieren für ein veganes Leben und die Aufgabe des Schäferberufs. Sein Leben und seine Mission ist das Wohl der Tiere, die nun in seiner Obhut auf dem Lebenshof am Mühlenbach leben, aber auch derer, die nicht dieses Glück haben.

An Günter Garbers Beispiel kann man mal wiedersehen, dass es nie zu spät ist für ein Umdenken. Ein Umdenken zu Gunsten der Tiere, unserer Welt und somit auch uns selbst. Denn eine Entscheidung gegen die Tierausbeutung ist eine Entscheidung für das Leben und die Zukunft dieser Erde.

Neben den moralisch ethisch motivierten Gründen für eine vegane Lebensweise gibt es noch viele weitere Gründe für die vegane Ernährung bzw. Lebensweise.
So ist vegane Ernährung ein erster Schritt in Richtung Umweltschutz, einer verbesserten Gesundheit und der Sicherung der Welternährung. Pflanzliche Ernährung reduziert z.B. die Überdüngung oder die Emission von Treibhausgasen, gleichzeitig auch die Verschwendung von Kalorien, Proteinen und anderen Nährstoffen, die mit der Tierhaltung einher gehen.

Denn es braucht 10mal soviel Liter Wasser und KG Getreide um ein Kilo Fleisch zu produzieren. Von diesem Getreide und Wasser könnten also 10mal soviele Menschen ernährt werden wie vom Fleisch.

Desweiteren ist Milch nicht so gesund wie sie immer dargestellt wird. Milch ist geschaffen für das Wachstum eines Kalbes, nicht eines Menschen und schon gar nicht eines erwachsenen Menschen. Gerade in westlich geprägten Ländern mit hohem Milchkonsum sind Krankheiten wie Osteporose weit verbreitet.

Der Verzicht auf Milch ist auch ein Beitrag, den Problemen des Antibiotikamissbrauchs in der Tierhaltung und der Entstehung von Resistenzen entgegenzuwirken.

Es ist möglich, sich für ein tierleidfreies Leben zu entscheiden, aber am Anfang braucht es viel
Willen und Durchhaltevermögen. Wir sprechen hier bei einer tierleidfreien Lebensweise auch von einem ganzheitlichen tierleidfreien Lebensstil. Es ist ja nicht nur das Essen, sondern auch der Alltag, ja der komplette Konsum wird beeinflusst. Keiner wird von heute auf morgen 100% vegan. Das ist auch gar nicht möglich, denn wir können nur leben, indem wir anderen Lebewesen Leben nehmen. Auch beim Pflanzenanbau oder im Verkehr sterben Tiere.

Allerdings kann man sich durch den bewussten Entschluss zu einer veganen Lebensweise für eine Verminderung des Leides unserer Mitlebewesen entscheiden. Es geht um Achtsamkeit und Menschlichkeit. Und dafür ist es niemals zu spät.