Schreib mal wieder!

In Zeiten von Whatsapp, Emails und Facebook Messenger und einem so ziemlich überall verfügbarem mobilen Internet vergessen die meisten Leute, dass es auch mal ganz schön ist wieder eine Postkarte im Briefkasten zu finden. Postkarten sind meiner Meinung nach einer wundervolle Möglichkeit einem Menschen den man mag eine Freude zu machen. Es ist kein großer Akt das Feld mit einem netten Gruß einer schönen Botschaft oder einem einfachen „ich denke an dich“ zu füllen.

Deswegen gibt es nun auch 10 neue it’s cowtime Postkarten mit je einer Kuh-Zeichnung und der dazugehörigen Geschichte auf der Rückseite.
Also los gehts eine Postkarte mit dem Wunschkuhmotiv zur Hand genommen und an einen netten Menschen schicken. Oder auch an jemand der vielleicht durch die Geschichte der jeweiligen Kuh zum Nachdenken angeregt wird.
Die neuen Postkarten findet ihr it’s cowtime im Shop, der nebenbei erwähnt auch noch schicker für euch gemacht wurde.

Solidarität und Zusammenhalt

Vorab zu diesem Beitrag gesagt:
Ich bin keine gewandte Schreiberin, meine Texte entstehen aus Emotionen und Gefühlsregungen und ich bin nicht super im ausformulieren meiner Gedanken und Gefühle. Zu diesem Text möchte ich ausdrücklich anmerken, dass ich die Arbeit die ARIWA und Venga machen super finde. Ebenso den Vegan-Street-Day in Dortmund. Ich finde es gut, dass etwas passiert und ich unterstütze dies. Mein Kopfschütteln und meine Abneigung entstand wegen der Kommentare und der Diskussionen zur Ausladung von Hof Butenland und Free Animals. Und zwar nicht wegen der Ausladung an sich selbst, wo ich immer die Meinung vertreten habe, es hätte nicht so weit kommen müssen und es wäre doch bestimmt irgendwie noch möglich gewesen einen Platz für diese zwei Organisationen frei zu räumen. Jedoch was mich zum schreiben dieses Textes motiviert hat, war das Verhalten der User, deren Kommentare und deren Anfeindungen gegeneinander. 

Ich bin nicht immer die Schnellste, Gedanken müssen bei mir erst durch einen großen hirninternen Filter sickern bis ich sie formulieren kann oder sie für die Öffentlichkeit als präsentabel betrachte.  Jedoch geistern mir seit Wochen diese Gedanken durch meinen Kopf und ich versuche nun sie zu formulieren.

Genau gesagt geistern sie durch meinen Kopf, seit die Debatte über die Ausladung von Hof Butenland und Free Animals vom Vegan Street Day war. Wo ich mir noch immer denke, es sollte einen Weg geben, den beiden Lebenshöfen ebenso einen Platz auf dem Vegan Street Day zu geben, es gibt genügend Leute, die nach dem das bekannt worden ist, gesagt haben, ich teile meinen Stand.
Ich habe immer wieder Kopfschütteln das Ganze verfolgt und auch die Diskussionen unter den einzelnen Veganern dann. Und ich frage mich was soll das Ganze!?
Ich bin vegan geworden, der Tiere wegen. Nicht wegen einem Lifestyle nicht weil es im Trend lag sondern weil ich mich mit all den Umständen unter denen die Tiere heutzutage ausgenutzt und gehalten werden beschäftigt habe.
Ich denke mir so: „Leute warum sind wir vegan!? Ja eigentlich doch wegen der Tiere und nicht wegen unseren Egos wegen.“ Aber nein die Menschen leben nun mal leider jeder in seinem eigenen schädelgroßen Königreich. Und deswegen muss es immer die geben die sagen: „Ich bin aber viel veganer als Du! Ätsch! Und Du bist deswegen schlechter als wie ich.„
Ja, super schön für Dich hilft aber jetzt gerade auch keinem weiter! Mir geht es nicht darum ob ich nun veganer bin als du, oder ob ich nun besser bin als Du, sondern mir geht es darum, dass ich etwas für die Tiere mache. Für die, die keine Stimme haben, die, die sich nicht wehren können, die, die sich nicht zu „Wort“ melden können. Und genau da sollten alle anpacken und anfangen. Und das mit Solidarität gegenüber einander. Auch wenn manch einer aus dem Trend heraus vegan geworden ist, so ist er doch schon mal auf einem guten Weg. Und genau die Leute muss man doch mit ins Boot holen und sensibilisieren für das Tierrechtsthema. Ebenso auch Vegetarier und auch Omnis. Und das geht nicht in dem ich direkt drauf losschlage und hetze. Ich hab auch einige Menschen die ich nicht leiden kann, die mir mal vor den Kopf gestoßen haben oder die ich einfach nicht „riechen“ kann. Aber wenn es darum geht zusammen für etwas zu kämpfen, dann sollte man gefälligst mal sein Ego zur Seite packen und zusammen arbeiten. Darum geht es ja wohl, denn zusammen sind wir stärker als jeder für sich alleine.

Frühlingsgefühle

Ich gehe vor die Tür und genieße die ersten Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Tief atme ich durch und fülle meine Lungen mit frischer Frühsommerluft. Es fühlt sich so gut an! Ich spüre in mir das Verlangen raus zu gehen und zu laufen. Laufen und laufen… die Schuhe ausziehen… das frische junge Gras unter meinen nackten Füßen spüren… das Wunder des erwachenden Lebens beobachten… die ersten Hummeln sehen… den Gesang der Vögel hören… sie beim Nestbau beobachten… und immer wieder frische Luft tief einatmen… Bis die Sonne untergeht wandere ich durch die Natur. Ich möchte nicht mehr nach Hause, daheim fühle ich mich erdrückt von der Enge des Raumes, möchte sofort wieder raus. Bei weit geöffneten Fenstern lege mich in mein Bett, sammle neue Energie für den nächsten Tag. Dann werde ich die Sonne wieder auf meiner Haut spüren und mich mit all diesen guten Gefühlen und Gückseligkeit füllen…

Doch wie ich so in meinem Bett liege, erwachen in mir die Gedanken an all die Tiere, die niemals das wärmende Sonnenlicht auf ihrer Haut oder ihrem Fell zu spüren bekommen. Die ihr ganzes Leben lang niemals das Gefühl von frischem, sauberen, weichen Gras unter ihren Hufen spüren. Die niemals einfach nur im Gras liegen können und ihr Leben genießen dürfen, während die Sonne auf sie herunter strahlt. Niemals können sie an einem munter gurgelnden Bach ihren Durst stillen. Niemals können sie einfach umherziehen und nichts weiter als frei und glücklich sein. Sie sind ihr Leben lang eingesperrt in dunklen, stinkenden Ställen. Eingepfercht mit tausend anderen leidenden Wesen. Die Luft ist erfüllt vom Fäkalgeruch und dem Gestank von Angst, Schmerz und Leid. Sie werden missbraucht als Fleischlieferant, als Milchquelle und als Gebärmaschinen. Alles, was sie in ihrem jämmerlichen, kurzen und leidvollen Leben spüren, ist Angst, Schmerz, und Tod. Ein ganzes Leben voller Qualen und Leid für einen billigen, kurzfristigen Genuss des Menschen…

Neue Zeichnungen

w00p w00p!
Die ersten Entwürfe für neue Zeichnungen sind da.
Ich habe mindestens 19, wenn nicht sogar noch mehr, Rinder vor mir!
Und ich weiß jetzt schon ich werde mich selbst hassen werde, wenn ich mit den zwei Riesenkühen anfange, Strich für Strich für Strich. Das werden wohl mehr als 4-5 Stunden. Aber warum nicht mal ne Riesenkuh?!

 

Hände, Leistungsgesellschaft und Milchkühe

Leistungsgesellschaft

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, wer nicht genügend Leistung bringt, geht unter. Ist es also verwunderlich, dass wir auch bei Tieren nur auf Leistung aus sind, wenn wir schon unsere Mitmenschen (für welche die meisten normalerweise Empathie empfinden) so behandeln?
Wie komme ich darauf? Ganze einfach. Ich habe momentan, beziehungsweise schon seit einigen Wochen, extreme Probleme mit meinen Händen. In der Hochphase konnte ich nicht mal mehr einen Stift halten, geschweige denn war und bin ich momentan irgendwann mal komplett schmerzfrei. Wenn ich mich nun in das Leben einer Milchkuh versetze, denke ich mir dabei, dass diese Tiere solche Schmerzen jeden Tag erleiden. Sie haben Probleme mit den Gelenken, durch die auf Leistung gezüchteten unnatürlich riesigen Euter. Sie haben Tag für Tag Schmerzen in den Klauen, durch den Spaltenboden auf dem sie stehen. Sie haben Schmerzen durch entzündliche Veränderungen ihres Euters auf Grund von Überbelastung. Seit ich meine Hände nicht mehr ohne Schmerzen benutzen kann, wird mir noch klarer, welche Qualen diese Tiere durchleiden. Nicht mal in den Ruhephasen bin ich komplett schmerzfrei. In der Hochphase konnte ich nichts mehr machen, nicht mal mehr klar denken. Woher das kommt, ist noch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich durch einen Überbelastung sowie psychische Anspannung und Stress. Nun überlegt euch mal, was einen Kuh täglich durchmacht. Jeden Tag auf engstem Raum mit Hunderten Artgenossinnen. Jeglicher Möglichkeit beraubt ihr natürliches Sozialleben auszuleben oder sich zumindest aus dem Weg gehen zu können. Ständig müssen sie das Gewicht ihres Überprallen Euters mit sich umher schleppen und laufen durch ihre eigenen Exkremente. Sie bekommen Hochleistungsfutter, welches für ihr Magensystem nicht wirklich ausgelegt ist. Kein Rind in freier Wildbahn würde Soja oder Mais als Hauptnahrungsmittel fressen. Durch die Probleme mit meinen Händen bin ich nicht mehr leistungsfähig. Ich kann nicht mehr zeichnen, schreiben, ich kann eigentlich gar nichts mehr ohne Schmerzen. Ich bin nicht mehr rentabel. Dazu bin ich depressiv verstimmt, weil ich nicht das machen kann, was ich gerne tue und weil ich Angst habe, es gar nicht mehr ohne Schmerzen ausführen zu können. Eine Milchkuh trägt 9 Monate lang ihr Kalb aus, genau wie eine Frau. Dann, wenn das Kälbchen endlich da ist, wird es ihr nach kürzester Zeit für immer weggenommen. Sie und auch ihr Kalb durchleiden unvorstellbare psychische und seelische Schmerzen durch diese Trennung. Wenn die Milchkuh dann unrentabel wird, endet ihr kurzes qualvolles Leben auf einer der Schlachtbänke, auf welchen im Sekundentakt Tiere getötet werden. Ihr Fleisch wird dann unter Leistungsdruck von Menschen verarbeitet, welche durch diese Arbeit selbst oft krank werden. Sind sie dann unrentabel, werden sie durch neue, billige Arbeiter ersetzt.
Kein Lebewesen, weder Du, noch ich, noch eine Kuh möchte leiden, geschweige denn sterben.

Der it’s cowtime Blog

Neben der it’s cowtime Facebook Seite, möchte ich nun diesen Blog nutzen um auch für meine Gedanken und meine schriftlichen Werke Platz zu finden. Ich habe mir für 2016 vorgenommen dem it’s cowtime Projekt auch eine „schreibende“ Position zu geben und eine Plattform für Tierrechts-, Tierschutz- und Tierethikgedanken zu schaffen. Es ist für mich Neugebiet und wird eine spannende Sache, aber ich freue mich sehr darauf.